Facebook: Angebot eines breiten Spektrums illegaler Aktivitäten

Facebook: Angebot eines breiten Spektrums illegaler Aktivitäten

Kriminelle Dienstleistungen muss man nicht zwingend nur im Darknet suchen. IT-Sicherheitsforscher Brian Krebs hat auf seiner Website aktuell bekannt gegeben, dass Facebook auf seine Meldung reagiert hat und circa 120 geschlossene Gruppen mit kriminellen Angeboten entfernte. Die Gruppen hatten insgesamt mehr als 300.000 Mitglieder.

Egal ob Spamming, Kreditkartenbetrug, mietbare Distributed-Denial-of-Service-­Attacken (DDoS), Tools für die Erstellung von Botnetzen, die Übernahme fremder Accounts, Kreditkartenbetrug und Onlinebankingbetrug, das alles konnte man auch auf Facebook finden. Laut Krebs wurde fast alle Themen der Onlinekriminalität abgedeckt. Die Gruppen wurden trotz der illegalen Aktivitäten über mehrere Jahre lang nicht von Facebook gelöscht. Das Durchschnittsalter lag bei zwei Jahren, die ältesten Gruppen waren sogar über neun Jahre aktiv. Dabei waren die entsprechenden Teams nicht einmal schwer aufzufinden. Laut Krebs hätten sie einschlägige Bezeichnungen schon im Gruppennamen mit integriert, wie “DDoS” oder “Tax Refund Fraud”, sonst würde man auch kaum Kundschaft anziehen.

Nach Krebs Meldung allerdings reagierte Facebook dann aber dennoch zügig. Bereits binnen weniger Stunden waren insgesamt rund 120 Gruppen abgeschaltet worden. Künftig sollen auch KI-Bots automatisiert auf die Suche nach entsprechenden Inhalten gehen, so Facebook. Pete Voss, ein Sprecher von Facebook gab bekannt: “Wir bedanken uns bei Herrn Krebs, dass er uns auf diese Gruppen aufmerksam gemacht hat. Nach einer Überprüfung, ob diese gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen, haben wir sie gesperrt und die Gruppen-Admins entfernt.”

Krebs Nachforschungen konzentrierten sich hauptsächlich auf Cyberbetrug. Der Security-Journalist hatte bei seinen Recherchen solche Facebook-Gruppen ausfindig gemacht, auf denen über illegale Aktivitäten diskutiert oder diese als Dienstleistungen feilgeboten wurden. Auch eine Liste wurde von dem Security-Experten erstellt über die inzwischen gelöschten Gruppen und deren Mitgliederanzahl. Es ist jedoch davon auszugehen, dass einige der 300.154 Personen in mehreren Gruppen Mitglied waren und somit die tatsächliche Anzahl der involvierten Personen deutlich niedriger wäre.

Bildquelle: geralt, thx! (CC0 Public Domain)

Related Post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.