Ein Geschäft ohne Gnade

Ein Geschäft ohne Gnade

Sklaverei, das Geschäft mit dem Menschen ist ein Geschäft ohne Gnade, bis heute. Offiziell gilt die Sklaverei überall auf der Welt als beendet. Doch in Wirklichkeit wurde sie nie beendet, denn sie wird nur gelegentlich,  mal mit mehr, mal mit weniger Engagement verfolgt. Überwunden wurde sie jedoch nie.

Das Geschäft mit dem Elend in der Moderne

Nach aktuellen UN-Schätzungen sind heute etwa 12 Millionen Menschen von einer der modernen Formen der Sklaverei betroffen; etwa die Hälfte sind Kinder. Allerdings ist diese Zahl mehr als nur fragwürdig, denn es ist immer eine Frage der Definition. Das Elend ist groß. Zahlreiche NGO`s legen noch dazu ganz andere Zahlen vor. Einige reden von mehr als dem Doppelten. Zwangsarbeit gibt es nicht nur in Nordkorea, Prostitution nicht nur in Asien und Menschenhandel nicht nur in den Golfstaaten. Auch in der, so genannten  Modernen Welt, also hier in Europa ist Menschenhandel ein riesiges Geschäft. Jährlich werden allein mit letzterem über 30 Milliarden Euro erzielt. Wen wundert es da, das auch hochkarätige norwegische Politiker oder deutsche Beratungsdienste und Ausbildungsunternehmen darin verwickelt sind.

Sklaverei in Oslo

Beispiel Norwegen. In Oslo fallen durch deutsche Bildungsträger vorbereitete Arbeitskräfte, die vornehmlich mit Förderung der Arbeitsämter aus den ostdeutschen Ländern, also aus nahezu rumänischen Verhältnissen, geholt werden, kriminellen, norwegischen Busunternehmen zum opfer. Sie hausen in völlig überteuerten Betriebs-Besenkammern, arbeiten oft bis zur totalen Erschöpfung. Wieviel Entgelt sie nach Abzug der sogenannten Wohnungsmiete noch bekommen, entscheiden die Chefs. Vom Wahrnehmen der durchweg sehr guten norwegischen Arbeitnehmerrechte werden sie durch korrupte, zum Teil ebenfalls deutsche Gewerkschaftsmitglieder oder Betriebsräte, oft erfolgreich, abgehalten. Wer trotzdem aufmuckt und Bezahlung nach Qualifikation, Erfahrung oder Bildungsabschluss erhofft, wird aus der Firma gemobbt. Spätestens nach vier Jahren ist man ein Fall für das Gesundheitswesen. Die Meisten gehen vorher lieber freiwillig zurück. Wer es nicht tut, der verliert seine betriebseigene Besenkammer noch bevor er Rentenanspruch und Bleiberecht sagen kann. Was für ein Zufall. Oder nicht? Die Trennlinie zwischen Sklaverei und freier Entscheidung ist heutzutage nicht mehr so eindeutig zu ziehen wie in früheren Jahren. Überlebenssicherung, Schutz der Familie, Neuanfang, Flucht. Wer aus welchen Gründen auch immer alles erduldet, ist ein Sklave der ums Überleben kämpft; egal ob in den Bergwerken der dritten Welt, in den erbärmlichen Fabriken Asiens oder in Knochenmühlen norwegischer Quasi-Staatsunternehmen. Sie werden relegiert, unfair unterbezahlt und befinden sich in einer ausweglosen Lage. Am Ende sind sie zu Allem bereit und landen in den Fängen von Sexual-Idioten oder der Drogenmafia. Es folgen Knast, Drogenmissbrauch und Abschiebung.

Gefahr für Thailändische Männer und Frauen

Beispiel Thailand. Hier wird ständig in den Medien davor gewarnt, auf ausländische Geschäftemacher hereinzufallen. Die Rede ist von katastrophalen Menschenrechtsverletzungen. Besonders Frauen werden mit falschen Versprechungen ins Ausland gelockt, wo sie als Zwangsprostituierte ihre sogenannten Reisekosten abarbeiten müssen. Bauarbeiter gehen freiwillig in die Golfstaaten, wo man ihnen als erstes die Papiere abnimmt bevor man sie in Wohn-Gehege unterbringt, die ihnen zu unfairen Konditionen aufgezwungen werden. Die zu verrichtenden Arbeiten sind extrem, sie sind gefährlich und es gibt weder Arbeitsschutzbestimmungen noch gesundheitliche Versorgung. Viel bleibt da nicht übrig. Nicht von den Menschen, geschweige den vom verdienten Geld. Wer das überlebt, landet dann nach Jahren genau so arm wie zuvor in seiner Heimat. Mit Menschenhandel wird bis heute ebenso viel Geld verdient wie mit Zwangsarbeit und Zwangsprostitution. Und die gibt es auch in Europa.

Hoffnung versus Korruption

Dort wo man am geltenden Recht vorbei Geschäfte macht, gibt es immer auch Korruption. Denn ohne die Hilfe von gewinnorientierten Amtsinhabern, die sich sowohl Wohlwollen als auch Weggucken fürstlich bezahlen lassen, ließe sich Vieles gar nicht erst auf die Beine stellen. Manche unterstellen ja, dass dem Universum so eine Art ausgleichende Gerechtigkeit innewohne. Im Jahre 2010 ging der stellvertretende Betriebschef von Unibuss AS Oslo, Helge Leite, so wie es von einem Stellvertreter erwartet werden kann, stellvertretend für seinen Bruder, dem Betriebschef in den Knast. Doch was ändert das an der Hoffnung, die Sklaverei möge bald abgeschafft sein? Nichts.

Beitragsbild: sasint, thx! (CC0 1.0)

Andreas kann sicher erreicht werden auf Signal and WhatsApp unter +47 925 40 614, und sein PGP-Fingerabdruck für Email ist: BAEC 86CA DE3C B551 30C4 BBEF 9B8F AC25 8FBE F6E7.

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