Twitter verbannt Bitcoin-Werbung

Twitter verbannt Bitcoin-Werbung

Nachdem Facebook und anschließend auch Google Werbung für Kryptowährungen verboten haben, zieht nun Twitter offenbar nach, wie Sky News berichtete. Demnach wird die Social-Media-Plattform bereits in den kommenden zwei Wochen eine Änderung ihrer Geschäftsbedingungen veröffentlichen. Dann würden Angebote für Inital Coin Offerings (ICO), Wallets und Tauschbörsen, abgesehen von wenigen Ausnahmen, aus den Anzeigen verschwinden. Wie die Ausnahmen definiert sind, welche zugelassen werden, bleibt noch abzuwarten.

Twitter folgt mit dieser Entscheidung einem aktuellen Trend, in dem sich soziale Medien von Kryptowährungs-Werbung verabschieden. Hintergrund der Reklameverbote dürfte die Problematik der weitgehend unregulierten ICOs sein und deren Potential für Anlagenbetrug. So wurde versucht, im Zuge des Bitcoinhypes, über Anzeigen Geld für neue Kryptowährungen zu sammeln, die es dann jedoch nie gegeben hat. Dem werde nun ein Riegel vorgeschoben. Ohne soziale Medien gibt es künftig kaum noch Möglichkeiten, die breite Masse mit Kryptowährungs-Werbung zu erreichen.

Besonders von staatlicher Seite gibt es immer wieder Versuche, Bitcoin und andere Kryptowährungen einzuschränken. Beim aktuellen G20-Gipfel wollen die Teilnehmerländer sich vor allem mit einer Regulierung anonymer Währungen befassen. Jedoch, wie es aussieht, bekommen Kryptowährungen dieses Jahr vermutlich noch keine einheitliche Regulierung. Der Gouverneur der Bank of England und Präsident des Financial Stability Board (FSB) Mark Carney setzte diesbezügich anlässlich des in Argentinien tagenden G20-Gipfels ein Schreiben auf, indem er festhielt, dass Kryptowährungen seiner Meinung nach noch kein Risiko für die Weltwirtschaft darstellen würden: “Selbst zum Kurs-Höhepunkt betrug der Gesamtmarktwert aller Kryptowährungen weniger als 1 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Im Vergleich dazu betrug der nominale Wert von Credit Default Swaps kurz vor der globalen Finanzkrise 100 Prozent des globalen BIP.” Der FSB-Leiter sieht in Kryptowährungen daher derzeit keine Gefahr für die Finanzstabilität globaler Märkte. Das Finanzinstitut soll im Auftrag der G20-Staaten das globale Finanzsystem schützen, worin auch die Aufgabe mit intergriert ist, Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

Bildquelle: mohamed_hassan, thx! (CC0 Public Domain)

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