Faszination Lesen – Ein Besuch der Leipziger Buchmesse lohnt sich

Faszination Lesen – Ein Besuch der Leipziger Buchmesse lohnt sich

Bald ist es wieder soweit. Kurz vor dem Frühlingsanfang öffnet die Leipziger Buchmesse für alle Lesebegeisterten vom 15. – 18. März 2018 ihre Pforten. Für Tausende von Buchfreunden ist es das sehnlichst erwartete Event überhaupt und gleichzeitig eine einzigartige Gelegenheit, sich mit gleichgesinnten Lesefreunden von überallher zu treffen, sich auszutauschen, die Stände und Ausstellungshallen zu erkunden oder einfach nur Lesungen zu lauschen.

Gleichzeitig ist die Leipziger Buchmesse eine gute Gelegenheit, sich über Neuerscheinungen der Buchbranche zu informieren, neue Trends aufzuspüren. Die Ausstellung ist viel mehr als nur eine reine Präsentation von Druckwerken. Jedes Jahr erwarten die Lesefreunde ein gut organisiertes, umfangreiches Programm mit Diskussionsrunden, Mitmachaktionen für Kinder, zahlreichen Lesungen sowie speziellen Projekten, wie Fachvorträgen, im Bereich Lteratur und Medien.

Man kann zudem an Lesungen von Schriftstellern teilnehmen sowie die alljährliche Preisverleihung verfolgen, bei der die besten Verlage und Autoren ausgezeichnet werden. Auch die Manga-Comic-Con ist aus der Buchmesse schon nicht mehr wegzudenken. Da können die Bewunderer japanischer Manga, Comics und Spiele ihrer Individualität und Kreativität Ausdruck verleihen, was sich auch in den vielfältigen, fantasievoll dargebotenen Kostümen widerspiegelt.

Erstmals werden auf der Messe in Leipzig in diesem Jahr auch politische Themen eine größere Rolle spielen. So bietet die Messe nach eigenen Angaben ein Forum zu Politik und Medienbildung an, das besonders Kindern und Jugendlichen Themen wie Zivilcourage, demokratische Bildung oder Digitalisierung nahe bringen soll. Buchmessedirektor Oliver Zille sagte am Donnerstag bei der Vorstellung des Programms, Politik bestimme nicht nur unser Lesen, Lernen und Leben: “Auch wir bestimmen die Politik.” Dennoch sei Politik nur ein Aspekt. Die Buchmesse stehe für Offenheit, Vielfalt und Austausch. Zudem würden die europäischen Werte auf den Prüfstand gestellt, so Zille: “In Europa herrscht das Gefühl: Wir sind die Besten, wir wissen, wie es geht. Das wollen wir hinterfragen.”

Im Mittelpunkt der diesjährigen Messe stehen sowohl Autoren, wie Nell Zink, Viktor Jerofejew, Bachtyar Ali, Asli Erdogan und Åsne Seierstad, aber ein weiterer, besonderer Schwerpunkt ist Rumänien. So präsentieren rund 50 rumänische Autoren und Künstler ihre Neuerscheinungen, diskutieren über ihr Land, seine Geschichte und die aktuelle gesellschaftspolitische Situation. Auch Fragen, wie es mit unabhängigen Verlagen weitergeht und ob sie gefördert werden sollen, werden diskutiert. Gleich am ersten Messetag wird es eine Diskussionsrunde zu diesem Thema mit Verlegern, Politikern und Experten geben.

Ein Highlight, besonders für Freunde der Fantasyliteratur, dürfte auch die Lese- und Signierstunde in der Bahnhofs-Buchhandlung LUDWIG am Samstag, 17. März – 18:00 Uhr, sein. Unter dem Motto “Fantasy am Samstagabend” werden, wie jedes Jahr, namhafte Schriftsteller, wie Bernhard Hennen, T.S. Orgel, Michael Hammand und C. E. Bernard zugegen sein, um Leseproben aus ihren neuesten Werken vorzulesen und anschließend kann man auch Autogramme bekommen. Zudem hält diese Buchhandlung außerdem noch so manch anderes Event bereit, das sich zu besuchen lohnt.

Insgesamt präsentieren auf der Leipziger Messe 2018 etwa 2.400 nationale und internationale Aussteller ihre Frühjahrsprogramme, eine faszinierende Welt der Literatur und spannende Neuerscheinungen. Das Angebot umfasst alles, vom Sach-, Hör- und Kunstbuch, über Zeitschriften, Comics und Kinderbücher, bis hin zu Bildungsmedien und Fachbüchern. Eines der Unternehmen verspricht sogar, Buch-Manuskripte per Software auf ihre wirtschaftlichen Erfolgsaussichten prüfen zu können – mit einer Trefferquote von 80 Prozent. Im Vorjahr hatten rund 285.000 Menschen die Messe und das Literaturfestival “Leipzig liest” besucht.

Bildquelle: vborodinova, thx! (CC0 Public Domain)

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