Bitcoin-Wale halten ein Drittel der gesamten Bitcoin-Währung

Bitcoin-Wale halten ein Drittel der gesamten Bitcoin-Währung

Gemäß einer Studie von Chainalysis, einem bekannten Kryptowährungs-Analyse-Unternehmen, befinden sich über ein Drittel aller Bitcoins in nur 1.600 Wallets. Demnach hält ein SECRET-Cluster von 1.600 Investoren, die als Bitcoin-Wale bekannt sind, zusammen ein Drittel der gesamten Kryptowährung mit einem Bestand von 37,5 Milliarden Dollar, berichtet Express.

Knapp 100 Wallets enthalten zwischen 10.000 und 100.000 Bitcoins, die bei den aktuellen Preisen auf zwischen 75 und 750 Millionen Dollar geschätzt werden. Diese Großinvestoren werden als Wale bezeichnet. Sie halten Unmengen der Kryptowährungen und können dementsprechend allein durch diese Mengen Einfluss auf den Preis nehmen. Es liegt in ihrer Macht, diesen sowohl durch positive, als auch negative Beeinflussung zu manipulieren. Chainalyst-Chefökonom Phillip Gladwell gibt sich darüber besorgt, denn: “Diese Konzentration von Reichtum bedeutet, dass der Bitcoin von Volatilität bedroht wäre, da der Bitcoin-Kurs von nur wenigen Menschen beeinflusst werden könne.”

Als Negativbeispiel wird der Treuhänder der Mt.Gox-Börse angeführt, der keine Rücksicht auf den Bitcoin-Preis nahm und dem zudem Hundertausende Bitcoin zur Verfügung standen. Demnach hatte Mt. Gox‘ Insolvenzverwalter Kobayashi vor kurzem über $ 400 Millionen USD in Form von Bitcoin (BTC) und Bitcoin Cash (BCH) verkauft. Der Verkauf dieser Bitcoins hatte massive Auswirkungen auf den Bitcoin-Preis. Der Bitcoin-Markt ist vergleichsweise klein. Größere Summen, also auch die $ 400 Millionen, nehmen bereits beträchtlichen Einfluss auf den Bitcoin-Preis. Der Verkauf triebt den Preis somit nach unten. Mt. Gox meldete 2014 Insolvenz an. Durch den Verkauf der 40.000 Bitcoins wurde die Summe der insgesamt $ 414 Millionen Schulden der Gläubiger gedeckt. Es wurden 2014 202,185.36428254 BTC beschlagnahmt, was nun bedeutet, dass etwas über 162.000 BTC davon übrig sind. Interessant wäre in diesem Zusammenhang: Was geschieht mit diesen restlichen Bitcoin? Zwar entscheidet darüber das Gericht, nur bleibt für Kyptowährungsfans zu hoffen, dass nicht gerade besagter Insolvenzverwalter mit dem Verkauf der restlichen Bitcoins auch noch beauftragt wird.

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass einige dieser Bitcoins ihr Wallet nicht verließen, also seit Jahren nicht mehr bewegt wurden. Man könnte daraus den Schluss ziehen, dass manche der Investoren ihre Wallets für immer verloren haben. Dasselbe trifft auch zu für Satoshi Nakamoto, der Erfinder der Kryptowährung Bitcoin, die mit dem Genesis Block (dem ersten Bitcoin-Block) – 2009 ins Leben gerufen wurde. Dessen Bitcoins wurden ebenso seit Jahren nicht mehr bewegt und werden das voraussichtlich auch nicht mehr. Man spekuliert, dass Satoshi Nakamoto bis zu einer Million Bitcoin sein eigen nennt. Allerdings ist “Satoshi Nakamoto” nur ein Pseudonym. Die Person oder die Gruppe, die Bitcoin erfunden hat, ist bis heute nicht bekannt.

Prognose

Allerdings sind von dieser „Wohlstandsverteilung“ zudem auch andere Kryptowährungen betroffen. So sollen die zehn größten EOS-Wallets fast die Hälfte aller EOS besitzen und über 50 Prozent aller Litecoin sind im Besitz von den 400 größten Litecoin-Wallets. Analysten sehen aber für die Zukunft eine Besserung des Problems, denn mit steigender Akzeptanz der Kryptowährung steigen auch die Anzahl der Nutzer und es werden dann mehr Wallets. Bis es jedoch soweit ist, besteht weiterhin die Möglichkeit einer Preismanipulation durch die größten Anleger, die Wale.

Bildquelle: 12019, thx! (CC0 Public Domain)

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