Wegen Cyberattacke: Bitcoin im freien Fall

Wegen Cyberattacke: Bitcoin im freien Fall

Die südkoreanische Kryptobörse Coinrail hat am 10. Juni einen Hacker-Vorfall gemeldet, der zu einem Diebstahl von über 2,6 Milliarden Pundi X (NPXS) und einer Vielzahl anderer, auf Ethereum basierender, virtueller Token führte. Dieser Hack wurde von Crypto-Tradern nicht sehr gut aufgenommen. Ein Abwärtstrend war unaufhaltsam und führte in der Nacht von Samstag zu Sonntag ab 01:45 Uhr deutscher Zeit zu einem ersten Flash Crash von Bitcoin und allen Altcoins auf dem Markt, berichtet coingape.

Lag am 10. Juni der Wert eines Bitcoin noch bei rund 7.600 Dollar, so wurde er nur einen Tag später bereits mit rund 6.600 Dollar das Stück gehandelt. In den letzten 24 Stunden waren Ripple, EOS, IOTA und TRON die größten Verlierern des gestrigen Sonntags. Somit befinden sich Bitcoin und Ethereum über die letzen 24 Stunden mit rund 7% im Minus, Ripple mit 8 %. EOS hat die meisten Einbußen erlitten mit rund 16 Prozent, IOTA verliert rund 10 Prozent. Unter den Frontlinern sank der Bitcoin (BTC) seit Sonntagabend von 7.277,70 Dollar auf rund 6.793,91 Dollar. Über den gesamten Tag ist Bitcoin gestern um fast 11 Prozent gesunken.

Die Gesamtmarktkapitalisierung ist nach Berechnungen von Coinmarketcap.com innerhalb der Zeit am Sonntagabend von 318 auf 299 Milliarden Dollar gefallen und rutschte nun auf ein Zwei-Monats-Tief von 294 Milliarden Dollar. Zu Beginn des Sonntags betrug diese noch über 340 Milliarden US-Dollar. Zum Höhepunkt der Kryptowährung-Manie hatte der Markt ein Volumen von mehr als 800 Milliarden Dollar.

Stephen Innes, Leiter des asiatisch-pazifischen Handels bei Oanda Corp. in Singapur, äußert sich zur Situation gegenüber Bloomberg: “Die Märkte werden momentan so dünn gehandelt, vor allem nach Einzelhandelskonten, dass diese Leute wirklich Angst vor Ereignissen, wie Cyberattacken, haben können. Es braucht nicht viel Geld, um den Markt signifikant zu verändern.” Folglich können auch Hacks auf einer vergleichsweise kleinen Kryptobörse, dessen Handelsvolumen es nur knapp in die Top-90 der größten Börsen schafft, schon dazu führen, Verunsicherung unter den Investoren auszulösen und so eine Kettenreaktion in Gang zu setzen.

Die Verluste der vergangenen Wochen weiten sich durch diesen Vorfall deutlich aus. Seit Jahresbeginn ist der Bitcoin-Kurs dann insgesamt um mehr als 50 Prozent gesunken. Der Kurssturz ist der größte, den Krypto-Märkte seit Mitte März erlitten haben.

Bildquelle: mohamed_hassan, thx! (CC0 Public Domain)

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