Gemeinschaftsprojekt von Vodafone und Continental: Stauwarner und digitale Schutzschilde

Gemeinschaftsprojekt von Vodafone und Continental: Stauwarner und digitale Schutzschilde

Zum Start der Cebit kündigten die beiden Unternehmen, der Telekommunikationskonzern Vodafone und das Technologieunternehmen Continental, ihre Zusammenarbeit an einem Gemeinschaftsprojekt an: Sie bündeln ihre Aktivitäten im Rahmen von Vodafones neuem „5G Mobility Lab“ und planen die Entwicklung eines “intelligenten Stauwarners” und eines “digitalen Schutzschild für Fußgänger und Radfahrer”.

Johann Hiebl, Continental-Manager, begründete die Notwendigkeit der Zusammenarbeit an den gemeinsamen Projekten mit dem Ziel, die Sicherheit auf den Straßen in Deutschland zu verbessern: “Continental arbeitet seit mehr als 20 Jahren daran, Fahrzeuge untereinander und mit ihrer Umwelt zu vernetzen. In der Kooperation mit Vodafone bringen wir die Experten aus beiden Welten zusammen.” Das Fahrzeug müsse sich heute sowohl im Straßen- als auch im Datennetz souverän bewegen können.

Die Partner werden für ihre Zusammenarbeit das 400.000 Quadratmeter große Testing Center von Vodafone in Aldenhoven (Kreis Düren) nutzen und dort aktuell bereits konkrete Anwendungsszenarien für die beiden im Mittelpunkt ihrer Forschung stehenden Projekte, das digitale Schutzschild für Fußgänger und Radfahrer sowie den vernetzten Stau-Warner, entwickeln. Umgesetzt werden sollen die Anwendungen durch die Kommunikationstechnologien 5G, Cellular Vehicle-to-Everything (Cellular V2X) und Mobile Edge Computing. Damit verringert sich das zu übertragende Datenvolumen und gleichzeitig der Übertragungsweg, wodurch wird auch die Informationsverarbeitung insgesamt schneller wird.

Die Innovation, die ein vernetzter Stauwarner mitbringt, wäre, dass die im Umkreis befindlichen Fahrzeuge nicht nur untereinander Informationen miteinander teilen können, sondern sie auch über das Mobilfunknetz verbreiten können. Daraufhin wäre es gegeben, den Fahrzeuge, die sich noch in einiger Entfernung vom Stau befinden, alternative Routen vorzuschlagen. Eine Warnmeldung ginge an Fahrzeuge in unmittelbarer Staunähe. So soll 5G Bandbreiten von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde bieten und die Voraussetzung dafür schaffen, dass Millionen Autos gleichzeitig miteinander kommunizieren können. Dabei ginge es darum, die notwendigen Informationen, wie Stauwarnungen, für alle miteinander vernetzten Fahrzeuge quasi in Echtzeit auszutauschen. Vorraussetzungen dafür schafft die Technologie Cellular V2X, die sowohl eine Verbindung herstellt zwischen Fahrzeug und Cloud, als auch zwischen Fahrzeugen oder anderen Verkehrsteilnehmern.

Für den digitalen Schutzschild nehmen im Auto integrierte Kameras Livebilder auf und leiten sie per schnellem 5G-Mobilfunk in die Cloud weiter, in der sie von KIs analysiert werden. Bei einer realisierten Gefahrensituation wird per Mobilfunk eine Warnung an die Fahrzeuge im nächsten Umfeld geschickt und das ebenfalls in Echtzeit. Durch eine Auslagerung der Berechnungen sind keine teuren und leistungsstarken Chipsets im Auto nötig.

Bildquelle: Free-Photos, thx! (CC0 Public Domain)

Quelle: jsa./dpa

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