Der Fall Lamo – Zwischen Himmel und Hölle

Der Fall Lamo – Zwischen Himmel und Hölle

Wie ist der Hacker, Adrian Lamo, wirklich gestorben? Ärzte fanden einen Aufkleber auf seinem Oberschenkel und sind ratlos. Im Jahr 2004 bekannte sich Lamo schuldig, die New York Times gehackt zu haben. Wir haben darüber berichtet.

Autopsiebericht Lamos bekannt

Jetzt wurde sein Autopsiebericht bekannt. Laut diesem wurde Lamos Todesursache mit unklar angegeben. Offenbar war sein Ableben aber von Krampfanfällen begleitet. Diese hätten den Tod verursacht oder zumindest dazu beigetragen. Verschiedene Drogen ließen sich in seinem Körper nachweisen. Darunter Flubrozmazepam aus der Gruppe der Benzodiazepine. Flubrozmazepam ist eines der stärksten Wirkstoffe seiner Klasse. Besonders interessant dabei ist noch, dass dessen Wirkung oft erst nach Stunden oder gar Tagen vollständig eintritt. Es ist also zur Selbstmedikation denkbar ungeeignet. Für einen Giftanschlag ist jedoch das Gegenteil der Fall, wenn man es mit anderen Wirkstoffen kombiniert.

Was man nicht sucht, bleibt unklar

Man kann immer nur die Gifte feststellen, nach denen man sucht. Wenn bestimmte Dienste oder Organisationen, seien sie staatlich oder mit staatlichen Organisationen verquickt, seltene, exotische Gifte verwenden, bleibt die genaue Todesursache oft unklar.

Ordnung muß sein: Aufkleber beschriftet

Auf dem Aufkleber, den man unter Lamos Kleidung fand, konnten Schriftfragmente festgestellt werden: Project Vigilant, Adrian Lamo, Projekt Bedrohungsanalyse. Project Vigilant ist eine inzwischen nicht mehr existierende, private Geheim-Organisation, die dafür bekannt ist, Regierungsaufträge angenommen zu haben. Wenn sich also ein Staat nicht die Hände dreckig machen will, beauftragt er eine geheime Privat-Organisation. Oft werden derartige Dienste auch von Wirtschaftsgrößen ins Leben gerufen und finanziert. Die GVU wäre ein Beispiel dafür, wie Medienhäuser im Verbund Piraten oder der Piraterie Verdächtige ausschalten. Dies geschieht, entweder Hand in Hand mit staatlichen Behörden, oder wo das nicht möglich ist, im Verborgenen.

Zwischen Himmel und Hölle

Lamo ist in einer Kirche in Bogotá, Kolumbien, in der Nähe der Krypta seiner Großeltern begraben. Befreundete Hacker ehrten Lamos auf Social-Media-Kanälen: “Die Schuldigen sollen für ihre Taten in der Hölle brennen.”

Bildquelle: Der Fall Lamo Skitterphoto, thx! (CC0 Public Domain) 

Andreas kann sicher erreicht werden über Signal: +47 925 40 614, Wire: @andreaskoeppen, Threema: 74YNTKXK, pEp-Fingerabdruck: FDAD B894 FAD1 5417 D6D4 987F FADB 2630 7B6E 14EC .

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