Nintendo erteilt Online-Verbote für gehackte Switch-Konsolen

Nintendo erteilt Online-Verbote für gehackte Switch-Konsolen

Gleich mehrere Switch-Benutzer traf ein Online-Verbot von Nintendo, nachdem sie versucht hatten, in das Betriebssystem der Konsole zu hacken. Betroffenen Spielern wird lediglich der Fehlercode 2124-4007 angezeigt, sobald sie auf Online-Dienste zugreifen wollen.

Nicht lange nach seinem Start im März letzten Jahres wurde bekannt, dass ein GPU-Exploit im Nintendo Switch dazu genutzt werden könnte, inoffizielle Software, wie Raubkopien und Homebrew-ROMs, zu betreiben. Seither ist die Hacking-Community des Switch gewachsen, und auch die Entdeckung eines nicht per Softwareupdate behebbaren Exploids im Tegra-Chip der Konsole im letzten Monat erschloss sich als praktisches Einfallstor, dank dessen Ausnutzung unter anderem die Installation eines Linux-Systems möglich wurde. Der Umstand hat die Konsole für Piraten und Homebrew-Fans noch attraktiver gemacht. Bisher hat Nintendo nichts dagegen untenommen. Das soll sich jedoch aktuell ändern.

Shiny Quagsire, ein prominentes Mitglied der Homebrew-Community von Nintendo Switch, ist einer dieser User, die ausgesperrt wurden. Das hat er über Twitter bekannt gegeben. Mittlerweise haben sich zudem auch noch andere Konsolen-Hacker gemeldet, die von ähnlichen Sperren berichten. Beim Versuch, den Nintendo eShop zu laden, wird auf den betroffenen Konsole eine Fehlermeldung angezeigt, dass die Nutzung von Online-Diensten derzeit von Nintendo eingeschränkt wurde. Wer gebannt wurde, bekommt das Folgende zu lesen:

„Die Nutzung der Onlinedienste ist auf dieser Konsole derzeit durch Nintendo eingeschränkt. Bitte kontaktiere den Kundenservice über die offizielle Nintendo-Website und erwähne diesen Fehlercode.“

Das Verbot bedeutet, dass weder Nintendo-Accounts auf der Konsole genutzt oder erstellt werden können. Aber auch der Zugang zum eShop, das Spielen von Online-Spielen und die Interaktion mit der Switch-Community sind blockiert. Jedoch funktionieren Spielupdates und der Nachrichtenkanal immer noch wie erwartet. Interessanterweise erwähnt Shiny Quagsire, dass die betreffende Konsole tatsächlich nicht gehackt wurde, was möglicherweise darauf hindeutet, dass Nintendo sein Benutzerkonto von einem Switch zum anderen verfolgt hat und ein Verbot gleich auf allen zugehörigen Geräten verhängt hat, weil der Benutzer mehr als eine Konsole besitzt.

Wer einmal davon betroffen ist, kann den Bann nicht mehr rückgängig machen – es sei denn, es handelt sich tatsächlich um einen Irrtum. Shiny Quagsire jedenfalls hat Kontakt mit Nintendo aufgenommen, um zu fordern, dass das Verbot aufgehoben wird, allerdings wurde dem nicht stattgegeben. Das Unternehmen hat seine Anfrage höflich abgelehnt und ihn dabei auf die Endbenutzer-Lizenzvereinbarung verwiesen.

Bildquelle: Ricinator, thx! (CC0 Public Domain)

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