Startup Basepay: App ermöglicht Ausführung von Zahlungen mittels Ethereum

Startup Basepay: App ermöglicht Ausführung von Zahlungen mittels Ethereum

Wie das Startup Basepay gestern bekannt gab, soll es ihre App künftig ermöglichen, mit Ethereum bei über 11 Millionen Händlern zu bezahlen. Insgesamt sind ca. 400 Millionen Einzelhändler weltweit in das Bezahlsystem involviert, da gerade auch der Online-Bezahlvorgang unterstützt wird. Weil im Verhältnis zum Fiat-Geld bisher nur sehr wenige Einzelhändler Bitcoin- oder andere Kryptowährungen akzeptiert haben, würde die Einführung von Ethereum als Zahlungsmittel für Einzelhändler und Verbraucher einen Quantensprung für die gesamte Kryptowährungsbranche darstellen.

Der Blick in die Zukunft

Mit dieser Neuigkeit ist es Basepay gelungen, praktisch jeden in der Welt der Kryptowährung erfolgreich zu überraschen, denn obwohl Kryptowährungen voll im Trend liegen, ist es aktuell immer noch problematisch, mit Bitcoin & Co. zu bezahlen. Hinsichtlich des Erfolges gibt sich das Team zuversichtlich, es vertraut darauf, dass die neue Lösung weltweit angenommen wird. Laut eigenen Angaben hat Basepay bereits seit 2015 mit Tausenden von Kleinunternehmern zusammengearbeitet, um eine Finanzierung des Projektes mittels zehn Millionen Dollar zu sichern. Basepay kombiniert reale Darlehenserfahrung mit Blockchain-Technologie, um so ein vertrauenswürdiges Peer-to-Peer-Kreditnetzwerk zu schaffen. Sie werben mit dem Slogan: “Gib deine Krypto-Assets überall und jederzeit aus. Basepay wird ein globales Netzwerk von über 40 Millionen Standorten weltweit nutzen, um den täglichen Bezahlvorgang mit Kryptowährung Realität werden zu lassen.”

Zeitpunkt der App-Einführung

Die Applikation der App soll bereits im vierten Quartal 2018 zur Verfügung stehen, wobei Android-Nutzer sie bereits eher anwenden können. Der iOS-Support folgt später, da Apple bei der Überprüfung neuer Anwendungen in der Regel länger braucht. Dies gilt insbesondere, wenn die Anwendung mit einer Kryptowährung verknüpft ist.

Einige Hürden sind noch zu überwinden

Allerdings sind es keine technologischen Hindernisse, die für die mangelnde Infrastruktur bei Kryptowährungen verantwortlich sind, sondern mögliche regulatorische Auswirkungen in den verschiedenen Ländern. Einige Länder, wie China oder Indien, sind wenig kryptowährungsfreundlich eingestellt. Gibt es bisher noch keine aktiven Regulierungen bezüglich der Kryptowährung, könnten Anwendungen wie Basepay eine Notwendigkeit dafür schaffen und den Prozess so beschleunigen. Trotz allen Optimismus stellt die Suche nach “Money Transmitter” Lizenzen für einzelne Staaten, wie den USA, eine große Hürde dar für Basepay. Ein Compliance-Experte soll dem Start-Up dafür den Weg ebnen.

Skepsis ist angebracht

Die Ethereum-Community ist angesichts der in Aussicht gestellten Perspektive einerseits erfreut, andererseits begegnet sie dem Projekt auch mit einem gesunden Misstrauen. Erst kürzlich scheiterte das LitePay-Vorhaben aus Gründen, die auf Betrug hindeuten. Die Litecoin-Stiftung lehnte hier jede weitere Finanzierung ab, da von LitePay kein zufriedenstellendes Bild davon vermittelt werden konnte, wofür das zugeschossene Geld verwendet wurde. Urspünglich wollte LitePay eine Zahlungsplattform bereitstellen, um es Unternehmen zu ermöglichen, untereinander Litecoin-Transaktionen zu versenden. Man hofft nun darauf, dass Basepay besser abschneiden wird.

Bildquelle: WorldSpectrum, thx! (CC0 Public Domain)

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