Sony: Anmeldung eines Patents auf blockchain-basierten Kopierschutz

Sony: Anmeldung eines Patents auf blockchain-basierten Kopierschutz

Für Sony liegt die Zukunft des Kopierschutzes in der Blockchain-Technologie. Erwies sich bisher der Kopierschutz als keine dauerhafte Hürde für Release Groups und wurden selbst als sicher geltende Ansätze innerhalb kürzester Zeit geknackt, was den wirtschaftlichen Schaden in die Höhe trieb, wird es nun offenbar Zeit, auf diesem Gebiet andere gangbare Wege zu beschreiten. Allerdings geht es in diesem neuen Ansatz weniger darum, Software oder Spiele vor Raubkopien zu schützen, sondern in erster Linie soll die digitale Rechteverwaltung sinnvoller eingesetzt werden.

Unter dem Titel „Blockchain-Based Digital Rights Management (DRM)” hat Sony am 26.04.2018 ein Patent beim U.S. Patent & Trademark Office angemeldet, das gemeinsam von der in Tokio sitzenden Sony Corporation und Sony Pictures Entertainment aus Kalifornien unterzeichnet wurde.

Es ist vorgesehen, die Blockchain-Technologie für ein digitales Rechtemanagement (DRM) zu nutzen und diesbezüglich die digitalen Berechtigungsdaten der Benutzer auf der Blockchain zu verwalten und zu speichern. Daraus resultierend wird es für die Rechteinhaber nun möglich, das System damit zu steuern, d.h. welchen Inhalt Personen berechtigt sind, zu sehen und das alles ohne Inanspruchnahme der Dienste von Drittanbietern. Einmal gekaufte Inhalte sind auf diese Weise mit dem Account des Käufers verknüpft. Damit wäre dann auch rein theoretisch die Möglichkeit gegeben, digitale Lizenzen durch den Verkauf von Spielen aus dem PlayStation Store weiterzugeben. Somit wäre eine Übertragung von gebrauchten, heruntergeladenen Spielen plötzlich völlig legal.

Die Blockchain-Technologie zeichnet sich insbesondere durch ihre hohe Sicherheit aus. Es ist unmöglich, etwas an der Blockchain zu ändern. Die Daten befinden sich nicht an einer zentralen Stelle, sondern sind auf alle User des Peer to Peer-Netzwerkes verteilt. Wurde der Kette einmal etwas hinzugefügt, kann es nicht mehr von Einzelnen geändert werden. Die Technik bietet somit eine solide Basis, die vor Missbrauch und Betrug schützt. Auch im Patentantrag wird darauf hingewiesen, wie wichtig Sicherheit ist. Dort heißt es:

“Konventionelle Lösungen sind nicht sehr verlässlich und vertrauen auf einen einzelnen Punkt des Versagens. Wenn der Anbieter oder das System der Rechte-Sicherung pleite geht oder irgendwie anders scheitert, verliert der Nutzer alle erworbenen Inhalte.”

Bildquelle: geralt, thx! (CC0 Public Domain)

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