CIA: Agententraining erfolgt mittels Brettspielen

CIA: Agententraining erfolgt mittels Brettspielen

Das CIA-Agententraining bringt man nicht unbedingt mit Brettspielen in Verbindung, aber dennoch benutzt der US-Auslandsgeheimdienst bereits seit mehreren Jahren auch diese Methode, um seinen Stab so auf reale Krisen und Außeneinsätze vorzubereiten, berichtet Kotaku.

Es sollen dabei Spielkarten, Würfel und Spielbretter Agenten vor allem im Teamwork, der Kooperation der Agenten/Spieler untereinander, schulen, denn auch bei der Geheimdienstarbeit geht es nicht allein ausschließlich um das Sammeln von Informationen, Pflege von Kontakten und die Jagd auf internationale Terroristen und Drogenbosse. Die Brettspiele mit ihrem umfangreichen Regelwerk sollen sowohl auf die Komplexität der realen Einsätze vorbereiten, als auch auf lebensnahe menschliche Interaktionen. Selbst Schummeln kann dabei zu einem Erfolg verhelfen, wenn es einen Vorteil verschafft. CIA Chief Strategy Officer Rachel Grunspan verweist darauf: “That’s real human behavior.”

Spieleentwickler ist der Senior Collection Data Analyst David Clopper. Seit 2008 soll er drei komplexe Brettspiele für Schulungszwecke von CIA-Agenten kreiert haben. Veröffentlicht wurden die Materialien zu den Spielen im Rahmen des Gesetzes zur Informationsfreiheit, des Freedom of Information Acts, aufgrund einer Anfrage von Mathias Schindler aus dem vorigen Sommer, nachdem die CIA bei der Veranstaltung South by Southwest (SXSW)-Festival im März in Austin, Texas, ihre Ausbildungsübungen vorgestellt hatte: Collection, Collection Deck und Kingpin: The Hunt for El Chapo waren bislang geheim und nur für die CIA-Agenten gedacht.

Die freigegebenen Spiele-Unterlagen gewähren einen Einblick ins Training der CIA-Agenten und liefern gleichzeitig den Grund, weshalb die CIA gerade Spiele für das Training der Mitarbeiter schuf: Steht für das erste Spiel “Collection Deck” noch das Sammeln von Informationen und mit unvorhergesehenen Problemen richtig umzugehen im Mittelpunkt, muss man in “Collection” als Gruppe von Spielern viele Krisen zeitgleich managen, wobei sich das Spiel auf Diktatoren und politische Zwischenfälle fokusiert. Hier ist die Zusammenarbeit der Spielenden bei der Lösung einer Krise gefragt. In einem weiteren Spiel, “Kingpin“, werden die Spieler in zwei Mannschaften aufgeteilt. Die eine verwaltet ein Drogenkartell, die zweite versucht, es zu zerschlagen. Das Spiel stammt nicht aus der Hand von Clopper, sondern von dessen Kollegen Volker Ruhnke. In den Spielen den Sieg zu erringen, gilt als äußerst schwierig.

Unter dem Namen CIA: Collect it All hat ein Team nun ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Kickstarter ins Leben gerufen, um das Spiel massentauglich zu machen. Es soll zu einem frei am Markt verfügbarem Brettspiel entwickelt werden. Fraglich ist jedoch, ob es von rechtlicher Seite aus gestattet ist, die Spiele tatsächlich zu vermarkten. Two Bats Gaming hat die Assets von Grund auf neu gestaltet. Das Ergebnis sieht man in einem Video.

Bildquelle: 955169, thx! (CC0 Public Domain)

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